Red Bull 400

Wer bezwingt die härtesten 400 Meter der Welt vom Auslauf der größten Natur-Skiflugschanze über den Vorbau bis ganz nach oben am schnellsten? Diese Frage wurde 2016 in Titisee-Neustadt beim wohl extremsten Berglauf-Sprint der Welt vorläufig geklärt.

Am 16.07.2016 war der große und mit Spannung erwartete Tag gekommen. Die beiden gemeldeten Starterteams der Steinbacher Feuerwehr für den Red Bull 400 – Lauf in Titisee-Neustadt trafen sich ab 11:00 Uhr zur Abfahrt.

Was erwartete uns bei unserem ersten Start – schaffen wir es überhaupt – haben die Trainingseinheiten in den heimischen Rebbergen ausgereicht?

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Die legendäre Hochfirstschanze im Schwarzwald, auf der im Winter die Weltelite der Skispringer bergab fliegt, wird im Sommer wieder in Gegenrichtung erstürmt. Vom Auslauf der Skischanze bis ganz hinauf müssen über 140 Höhenmeter bezwungen werden. Bei einer Steigung von bis zu 35 Grad erreicht der Puls Maximalwerte.

Bei Red Bull 400 sind nicht nur stramme Waden gefragt, sondern vor allem Ausdauer und die Bereitschaft, bis an die eigenen Grenzen zu gehen.

Wir starten mit zwei Teams in der Diziplin „4 x 100 m Firefighters“. Die Strecke wird in vier Zonen geteilt:

  • Zone 1: Start/Auslauf
  • Zone 2: K-Punkt
  • Zone 3: Schanzentisch
  • Zone 4: Ziel/Anlauf

Aber wer läuft welchen Teil? In welchem Abschnitt braucht man die beste Kondition? Die galt es im Vorfeld abzuschätzen.

Und dann kamen wir an! Die Strecke sah doch etwas anders aus, als manche von uns es sich vorgestellt hatten. Aber erstmal mussten wir uns akkreditieren und unsere Startnummern und Trikots entgegennehmen. Im Athletenbereich war dann alles für uns vorbereitet. Durch verschiedene Sponsoren war für alles gesorgt, es gab neben Verpflegung auch einen Dusch-Sattelzug eines großen namhaften Sanitärherstellers. Dieser wurde am Ende der Veranstaltung erst mal durch uns geentert und die Duschbereiche aufgehoben und zu einem Unisex-Bereich erklärt.

Um 16:25 Uhr kam die große Stunde und wir mussten uns in der Startzone einfinden. Vorgabe des Veranstalters war, dass die Feuerwehren in Feuerwehrhose und Helm starten müssen. Zuvor waren schon Feuerwehrkollegen im Einzellauf in kompletter Montur mit angeschlossener Atemschutzflasche die Strecke gelaufen. Wahnsinn!

Nach dem Startschuss ging es Schlag auf Schlag und unser Staffelholz wurde zügig übergeben. Unser Kommando Andy & Andy musste sich am Start gegen ein 20-köpfiges Feuerwehrstarterfeld durchsetzen und versuchte die besten Wechselbedingungen für die beiden Marco’s an zweiter Position zu erreichen. Diese hatten wohl den schwersten Abschnitt erwischt. Kurz vor dem Schanzentisch über gaben sie das Staffelholz an Timo und Moritz, welche den Wechsel vom Berg auf den Schanzentisch überwinden mussten, bevor die Schlussläufer Thomas und Sebastian die letzten 100m des Anlaufs hinauf mussten.

Glücklich aber erschöpft trafen sich beide Teams nach dem Lauf wieder in der Athletenzone und man berichteten über seinen Laufabschnitt.

Nach einer kurzen Regenerationsphase im zuvor gekaperten Dusch-Lkw ging es noch an den Titisee zur „Nacht in Weiß“.

Die einzigartige, idyllische Lage des Titisees und die unvergleichliche Atmosphäre der weiß dekorierten Seestraße bilden den idealen Rahmen für das glamouröse Fest – die „Nacht in Weiß“. Nach einer Stärkung an diversen Essensständen, wurde natürlich auch der Stand der  Feuerwehr-Kollegen von Titisee-Neustadt unterstützt. Verdeckte Ermittler der Steinbacher Feuerwehr mischten sich unter das Volk und testeten die Waffeln der Feuerwehrkameraden und inspizierten den Waffelstand ganz genau.

Um 20:00 Uhr fand an der Seebühne die Siegerehrung der Red Bull 400 Teilnehmer statt. Gegen 21:00 Uhr landeten aus luftigen Höhen die Fallschirmspringer des Breisgauverein für Fallschirmsport mit einem Show-Zielsprung an der Seebühne.

Ein prächtiges Feuerwerk gegen 22:50 Uhr über dem nächtlichen Titisee setzt dann noch einmal einen fulminanten Höhepunkt des Tages, bevor wir wieder unseren Heimweg nach Steinbach angetreten haben.

 

 

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